Breite Web-Präsenz mit Videos

Unternehmen brauchen eine Multi-Screen-Strategie

User nutzen das Internet zunehmend von verschiedenen Endgeräten in unterschiedlichsten Situationen. Second-Screen war gestern – die Zukunft heißt Multi-Screen. Im dritten Teil unserer Nachlese zur Videomarketing Konferenz fassen wir die Herausforderungen und Chancen einer Multi-Screen-Strategie zusammen.

 

Neue Kommunikations-Chancen

Zwei Trends haben dazu geführt, dass Unternehmen und Werbetreibende ihre Kommunikationsstrategie überdenken müssen. Erstens hat sich der Fernsehkonsum maßgeblich verändert. Vor allem durch Video-on-Demand haben User die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, was sie wann, wo sehen und wie viel. Dabei werden Videos vor allem über Handy oder Tablet konsumiert. 

Zweitens ergeben sich durch Parallel-Bildschirme neue Kommunikations-Chancen. Wer heute vor dem Fernseher sitzt nutzt meist gleichzeitig ein Smartphone und/oder Tablet.

 

Multi-Screen-Strategie im eCommerce

Gerade beim Online-Shopping nutzen User verschiedene Endgeräte während des Kaufprozesses. Studien belegen, dass Konsumenten auf einem Mobilgerät nach Produkten und dazugehörigen Informationen suchen, dann aber zu einem anderen Gerät wechseln, um den Kaufprozess abzuschließen.

Unternehmen erhalten so mehr Berührungspunkte mit ihrer Zielgruppe und haben damit die Chance, diese noch gezielter anzusprechen. Gleichzeitig stehen sie vor der Herausforderung, die User zu begleiten und bei einem Device-Wechsel einen passenden Service anzubieten.

 

Mit Videos überall präsent sein

Multi-Screen-Strategie bedeutet, Informationen auf vielen Plattformen verfügbar zu machen. Hier reichen die Möglichkeiten von kontextabhängiger Werbung über Interaktivität bis hin zu Corporate TV. Die bereits erwähnten veränderten Sehgewohnheiten machen Sendungen zu Marken und Marken zu Sendern. Diese Entwicklung hob Dr. Robert Biermann bei der Videomarketing Konferenz als große Chance für Unternehmen hervor. Demnach hat Corporate TV die Chance, gleichwertig neben anderen Unterhaltungsangeboten zu stehen. Statt viel Geld für Werbung im TV auszugeben, sollten Unternehmen eher in einen eigenen Unternehmenskanal investieren.

 

Ein Video allein reicht nicht

User sind nicht nur mit verschiedenen Endgeräten im Web aktiv, sondern auch auf verschiedenen Plattformen. Deshalb ist es empfehlenswert, Videos auf mehreren Plattformen zu verbreiten. Netter „Nebeneffekt“ einer breiten Verteilung ist eine stärkere Präsenz in den Google-Suchergebnissen. Mit einem Video bei YouTube erscheint man einmal in der Ergebnisliste. Mit einem Upload auf verschiedene Plattformen erscheint das Video mehrfach in der Ergebnisliste. Dr. Biermann unterstützte diesen Aspekt mit aktuelle Erkenntnissen, wonach 74% der Top-10-Videoergebnisse bei der Google-Suche nicht von YouTube stammen.